Berlin 13 – Abschied mit Bär
12. Oktober 2015
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Noch schnell, so als würde alles bald verschwinden, kreuz und quer durch die Stadt.
Annette getroffen und eine Präsentation für kommendes Jahr in dem Kunstraum von ihr und ihren KollegInnen geplant. Denn ich werde im Mai 2016 eine weite Fußreise durch Deutschland machen und Scotty Enterprises wird eine wichtige Station dieser Wanderperformance sein.
Dann ein Besuch des von mir malerisch und literarisch so geliebten 19. Jahrhunderts in der Neuen Nationalgalerie. Courbet, Caspar David Friedrich, Düsseldorfer Schule… alles tief drinnen nun in meinem Kopf.
Und noch einmal Peter den Erfinder getroffen – und er heckt da eben etwas aus, das mir in Zukunft sehr helfen könnte.
Und auch Robert sah ich noch zwei Mal, und über ihn wieder neue interessante Kollegen. Gute Gespräche.
Ein schönes Projekt kennen gelernt: essays and observations
Und an diesem Abend – und auch bei weiteren Begegnungen – gemerkt, es gibt dringend zu bearbeitende Fehlstellen in der aktuellen Kunst – die nicht nur mir alleine sehr am Herzen liegen.
Der Hamburger Bahnhof war dann meine letzte museale Station. Die Risse der Fettecken von Beuys werden mit Hilfe von Gipsplomben restauriert.
Die Fettskulpturen fließen, sie wollen zerrinnen. Sie sind schön und riechen gut.
Den letzten Abend verbrachte ich dann in der Wohnung. Und unterhielt mich dabei mit einem Bären. Den lernte ich schon am ersten Abend kennen:
Ich setzte mich damals erschöpft von der Reise an den Küchentisch. Hatte mir ein Bier hingestellt. Hatte mir einen Bieröffner gesucht. In Form des Berliner Bären in leuchtendem Rot. Machte das Bier auf.
Da plötzlich erklang ein Lied: „… du bist so wunderschön…“ Sofort schloss ich diesen Bären in mein Herz.
Erst später verstand ich, dass er nicht mich, sondern Berlin besang.
Und eigentlich hatte ich mir vorgenommen, von diesem Bären noch ein kleines Video zu drehen. Aber dann vergessen in all dem Abreisetaumel. In Berlin also habe ich noch zu tun.
Dann, am Freitag den 9. Oktober, mit all meinem Gepäck zum Bahnhof. Nach Leipzig zuerst, dann nach Chemnitz und mit dem Bus nach Neukirchen im Erzgebirge. Dort wartete Gunter an der Bushaltestelle. Wir logierten in der Pension Villa Stern. Gunter bereitet wieder eine besondere Ausstellung vor, unser Weg führte über Dorf Chemnitz nach Gotha.
Und so bekam ich die Gelegenheit, diese Reise weich zu beenden.
Im Garten in Gotha. Und fast schon daheim.
6 Kommentare
Schade, dass Du das Video nicht mehr gedreht hast. Wäre sicher lustig gewesen!
Ja, schade. Ich hole das noch nach – hoffe der Bär hält so lange durch. L.G. Maria
Liebe Maria, willkommen zuhause. Habe Dich Dank deiner Blogs im Geiste begleitet.
Freue mich schon auf ein Wiedersehen.
Liebe Grüße Verena
Ich freu mich auch auf ein Wiedersehen! Und schaue mir noch die Ausstellung bei Dir an – morgen? Vielleicht knapp vor Mittags und dann Kaffee? Ich rufe vorher an.
Bärige Grüße Maria
liebe maria
war jetzt auch ein paar tage in deutschland und les jetzt grad noch deinen abschiedsbrief. schön, dass alles notierst und schön, dass wieder da bist – komm doch einmal vorbei.
thomas
Das mache ich doch gerne!
Ruf Dich an. L.G Maria